Loyd Carrier von Plastic Soldier Company (PSC)

9. Januar 2016

Beim Aufbau meiner britischen Truppen für Behind Omaha darf ein bestimmtes Transportfahrzeug nicht fehlen: Ein sog. Universal Carrier, hier speziell ein Loyd Carrier. Dieser wurde unter anderem eingesetzt, um leichte Panzerabwehrgeschütze (Paks) zu ziehen, kleine Infanterieeinheiten zu bewegen, Munition zu transportieren etc. Die britische Variante eines solchen universellen Fahrzeugs ist mit Kettenlaufwerk auch den schwierigsten Geländebedingungen gewachsen und sehr robust. Der Carrier stammt aus dem Bausatz „British 6pdr anti tank gun and Loyd Carrier tow“.

Box von PSC Soldier Company

Box

Der Zusammenbau des Carriers gestaltet sich einfach, denn es handelt sich um einen Schnellbausatz, der speziell für die Verwendung in Tabletop-Konfliktsimulationen entwickelt wurde. So ist der Gußrahmen übersichtlich.

Gußrahmen des Carriers

Gußrahmen des Carriers

Dennoch verfügt der Bausatz über einen erstaunlichen Detailreichtum

Gußrahmen der Pak und der Besatzung / Kleinteile

Gußrahmen der Pak und der Besatzung / Kleinteile

Ich beschränke mich hier auf den Carrier. Die Teile passen gut zusammen, es gibt wenig bis gar keine Gußgrate. Obwohl der Bausatz im Maßstab 23mm gehalten ist, also etwas größer als die üblichen 20mm bei 1/72, sind die Maße mit dem Original nahezu vergleichbar. Wegen der ausreichenden Details habe ich den Carrier „out-of-the-box“ gebaut, also so wie er aus der Schachtel lakm und ohne Zurüstteile. Auch den beiligenden Fahrer habe ich verwendet. Das Modell habe ich komplett mit Pinsel bemalt, die Grundierung erfolgte mit verdünntem Tamiya Acryl schwarz matt XF-1. Die Grundfarbe ist Vallejo „Russian Uniform 921“, hier habe ich mich an die Empfehlung des Herstellers auf der Box gehalten. Gefiltert habe ich den Grundanstrich mit einem Flachpinsel im Trockenbürstverfahren mit einer aufgehellten Mischung der o.g. Vallejo-Grundfarbe. Das Wash ist das Citadel-Shade „Anthonian Camoshade“. Gealtert wurde das Modell mit Vallejo Pigmenten, die ich mit Marabu Mattlack aus der Dose fixiert habe. Schlussendlich wurde der Carrier noch mit Matt Medium von Vallejo (73.540) mattiert. In Szene gesetzt mit Hecken aus Kokosmatte und einer Mischung verschiedener Farbtöne Microlaub von Heki und selbst gebautem Feldweg. Das Fahrzeug ist in meinem Armeeaufbau dem 3rd Battalion (Monmouthshire Regiment) der 159th Infantry Brigade, 11th Armoured Division „Black Bulls“ zugeordnet.

Der Loyd-Carrier von vorn...

Der Loyd-Carrier von vorn…

 

...mit abgesessener Infanterie...

…mit abgesessener Infanterie…

 

...einmal auf links gedreht...

…einmal auf links gedreht…

 

... und von hinten.

… und von hinten.

 

more to come….


Produktvorstellung: Plastic Putty von Vallejo

1. Mai 2013

Ich habe öfter (wie Ihr sicher auch) das Problem, dass beim Zusammenbau von Fahrzeugen und mehrteiligen Figuren kleine Fugen an den Klebekanten entstehen. Entweder sind dort die Bausätze nicht passgenau genug oder ich habe beim Säubern einfach gepatzt ud zuviel „weggearbeitet“.

Bisher habe ich diese Fugen immer mit Green Stuff ausgeglichen/ausgefüllt. Dazu musste die Masse geknetet werden (natürlich im richtigen Mischungsverhältnis), zu einer Kugel geformt und anschließend zum „Würstchen“ ausgerollt werden. Dann wurde die Masse ich die Fuge gepresst, mit einem Modellierwerkzeug angepasst und geglättet. Nach einer Trockungszeit von mindesten 1-2 Stunden konnte die Masse dann plan geschliffen und grundiert/bemalt werden. Ein Riesenaufwand.

Das geht ab heute für mich einfacher: Es gibt seit einiger Zeit u.a. von Vallejo das sog. Plastic Putty. Dies ist eine Acryl-/Resinmasse, die bereits fertig in kleinen Tuben oder Fläschchen angeboten wird. Diese Masse kann ohne weitere Vorbereitung direkt mit einem Zahnstocher oder anderen Modellierwerkzeug in die Fuge gegeben und sofort mit einem Papiertuch o.ä. geglätten werden. nach kurzer Zeit ist die Masse ausgehärtet und kann sofort weiter bearbeitet werden. Dazu hier ein kleines Video der „Die Vincis“ auf YouTube:

Ich verwende das Produkt in einer neueren Verpackungsform und -größe:

7040010

Nr. 70.400, 17 ml ca. 2,75 €


Review: Ein Jahr TableTopShop

20. Oktober 2012

Vor gut einem Jahr hat unter dem Motto „Einfach nur Tabletop“ in Hamburg ein neuer Tabletop-Laden aufgemacht.  Angesiedelt im Schanzenviertel kann man den TTS

Einfach nur Tabletop

nach einem Jahr als erfolgreich etabliert bezeichnen. Die beiden Betreiber sind selbst dem Hobby verbunden und stehen jederzeit kompetent und überaus freundlich mit Rat und Tat zur Verfügung.

Der Laden ist offen, hell und freundlich gestaltet, es ist genügend Platz zum Stöbern vorhanden. Das durchaus umfangreiche Sortiment wird angemessen und übersichtlich präsentiert und auch spielbegeisterte Besucher kommen nicht zu kurz. Auf drei Platten kann spontan oder nach Voranmeldung gespielt werden, regelmäßige Demo-Veranstaltungen finden ebenso statt wie Mottotage, zuletzt der M-Day des Tabletop-Videomagazins Magabotato.

Wer Kaffedurst verspürt, kann sich während des Stöberns zu einem frisch gebrühten Koffeindrink in der kleinen Sitzecke niederlassen, der (nicht immer) abwechslungsreichen Hintergrundmusik lauschen oder ein Pläuschchen halten, was nicht zwingenderweise Tabletop zum Inhalt haben muss. Aber auch wer seine Miniaturen bemalen oder ihnen den letzten Feinschliff verpassen möchte, kann dies an zwei Maltischen im hinteren Teil des Ladens tun.

Das Warenangebot umfasst u.a.  die Klassiker wie

– Warhammer
– Warhammer 40k
– Herr der Ringe
– Flames of War
– Infinity
– Warmachine/Hordes
– Freebooter’s Fate
– Dystopian Wars
– Warlord Games
– Magic

sowie  Zubehör von Games Workshop, Gale Force Nine, Vallejo, Army Painter, MicroArt, TabletopArt usw. usw., also eigentlich alles, was das Herz begehrt.

Angegliedert an den Laden ist auch ein Online-Shop, der das Warenangebot 1:1 widerspiegelt. Mit derzeit 4,90 € pro Lieferung bis zu einem Warenwert von 49,99 € kommen die netten Sachen auch direkt ins Haus, ab 50,00 € entfallen die Versandkosten (kein Gewähr).

Fazit: Ein gelungener TT-Shop und eine Bereicherung für die Hamburger TT-Szene, zumal nach der Schliessung des Spielelands Geschäfte wie diese in Hamburg sehr selten geworden sind. Der Laden sowie Björn und Olli, die beiden Betreiber, sind immer einen Besuch wert:

TTS TableTopShop oHG

Eimsbütteler Str. 13
22769 Hamburg
Telefon: 040 – 49 222 761

Öffnungszeiten:

Mo, Di, Mi, Fr – 11:00 bis 20:00 h
Do – 11:00 bis 22:00 h
Sa – 10:00 bis 20:00 h

 


Banelegions: Der zweite Schlag!

31. August 2011

Schon in meinem ersten Artikel über Maelstrom’s neue Miniaturenreihe „Banelegions“ habe ich mich sehr positiv über diese Resin-Modelle geäußert. Inspiriert durch „Brunchaath the vile“ habe ich mir nun das zweite Modell zugelegt, und zwar Kaastaruk – Skull-Bearer als Minotauren-Armeestandartenträger für meine Tiermenschen-Armee.

Vorweg ein kleiner Minuspunkt: Die Miniatur wurde nicht wie andere aus dieser Reihe im Blister verpackt ausgeliefert, sondern in einem kleinen Pappkarton und „fliegenden“ Kleinteilen. Letztere waren zwar noch am Gußrahmen befestigt, aber die zum Lieferumfang gehörende 40x40mm-Base fehlte. Von einer Reklamation habe ich dennoch abgesehen, da die Miniatur ansonsten vollständig und unbeschädigt war und ich ohnehin das Modell auf eine andere Base setzen wollte.

Zum Modell: Wie bereits bei „Brunchaath“ beschrieben ist die Detailgenauigkeit und Gußqualität ausgezeichnet. Alle Teile passen, es muß nur wenig mit einem Cutter nachgearbeitet werden, die Miniatur hat keine bis minimale Gußgrate. (Anmerkung: Davon  sollten sich die Figurenhersteller des Games Workshop eine Scheibe abschneiden, denn deren Produktlinie „Finecast“ trägt bei nicht wenigen Insidern den Spitznamen „Failcast“, womit auf die teilweise mangelnde Gußqualität angespielt wird. Ich habe dazu einen GW-Mitarbeiter im GW Hamburg 2 befragt, der mir, ob nun aus Naivität oder aus mangelnder Verkaufserfahrung heraus unumwunden bestätigte, daß es viele Reklamationen gäbe und man gut beraten sei, die Verpackung der „Finecast“-Miniaturen noch im Laden zu öffnen und ggf. sofort zu reklamieren. Prima Empfehlung! Und was machen die  Warhammer Fans, die keinen Laden vor Ort haben und online bestellen?)

Zurück zu Maelstrom. So sehen die Einzelteile im Detail und unbehandelt aus:

Vorderansicht

Rückansicht

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Nach dem Zusammenbau (mit Sekundenkleber) ließ ich noch einige Tropfen des Klebers in die Ansatzfugen der Arme laufen, um die Festigkeit der Verbindungen zu erhöhen. Gerade die Standarte übt einen permanenten Zug auf den Tragarm aus. Danch setzte ich die Figur auf eine gestaltete 40x40mm-Base. Dabei ist genrell darauf zu achten, eine Position zu finden, bei der die  Standarte nicht eine Aufstellung des Trägers im 3er oder 4er-Glied behindert.

Die Grundierung des gesamten Modells erfolgte mit mit Chaos Black. Wegen der sehr feinen Details sollte sehr sparsam mit der Grundierung umgegangen werden!

Ich habe meinen Standartenträger danach von „innen nach außen „in dieser Reihenfolge bemalt:

– Körperpartien (angemischte TM-Farbe, s.o.)
– Fellpartien (Snakebit Leather)
– Rüstungsteile Leder und Waffenschaft, Standartenschaft (50:50 Mischung aus Codex Grey und Chaos Black)
– Rüstungs- und Waffenteile Metall (Boltgun Metal)
– Stoff der Standarte, Armbänder, Verschnürungen (Deneb Stone)
– Hörner, Hufe (Graveyard Earth)
– Rüstungspanzer (Tin Bitz)
– Schädel, Knochenteile (Bleached Bone)

Dann setzte ich erste Akzente

– Gesichtspartie, Augenbrauen, Mundhöhle, Zahnfleisch (Tallarn Flesh)
– Rüstungsränder Leder (Codex Grey)
– Ränder der Rüstungspanzer (Dwarf Bronze)
– Nähte des Standartentuchs (unverdünntes Devlan Mud)
– Standartensymbol (Freihand mit Scab Red)

Als nächstem Arbeitsschritt wurde die Miniatur komplett getuscht

– Körperpartien (50:50 Mischung aus Devlan Mud und Gryphonne Sepia, verdünnt)
– Fellpartien ( Devlan Mud unverdünnt)
– Rüstungsteile komplett (verdünnt Badab Black)
– Axtblatt (unverdünnt Badab Black)
– Zunge, Zahnfleisch, Augenhöhen (Game Ink Red von Vallejo)
– Standartentuch, Armbänder, Verschnürungen, Schädel- und Knochenteile, Hörner (Gryphonne Sepia unverdünnt)

Nach dem Trocknen bürstete  ich folgende Partien trocken

– Hörner und Schäfte (Deneb Stone, gefolgt von Bleached Bone, Abschluß mit Skull White)
– Kettenhemd, Metallteile (Chainmail)
– Schädel- und Knochenteile (Bleached Bone)
– Fellpartien (Vomit Brown)

Danach wurden letzte Akzente an Hörnern, Rüstung, Augenhöhlen, Zähnen und Zahnfleisch gesetzt. Die Base wurde mit feinem Sand und Geröll gestaltet:

Teilportrait

Seitenansicht

Rüstungsdetails

Im Größenvergleich

Gesamtansicht

 

Fazit: Ein gelungenes Modell, sehr empfehlenswert. Das Modell kostet bei Radaddel derzeit 26,99 €, der Preis ist im Vergleich zu anderen Miniaturenherstellern angemessen, Verarbeitung, Qualität, Pose/Optik ausgezeichnet. (Anmerkung: Die realistische Darstellung der primären Geschlechtsteile ist zwar nicht jedermanns Sache, stört mich aber in keinster Weise.)


Produktvorstellung: Banelegions

5. Juli 2011

Der englische Onlineshop Maelstromgames (aktuell: seit 12/2012 aufgelöst),  spezialisiert auf  Miniaturen und Bastelbedarf für Tabletop-Spiele, mischt seit kurzem mit einer eigenen Produktlinie im heiß umkämpften Miniaturenmarkt mit.

Eine  eigene Kreativabteilung mit dem schönen Namen „Templar’s Forge“  hat eine völlig neue Produktlinie geschaffen, deren Bandbreite von Spielhilfen wie Schablonen, Sichtwinkel- und Abstandsmesser über Würfel bis hin zu Resin-Miniaturen im 30mm-Maßstab reicht.  Speziell die Miniaturen sind einen ausführlichen Blick wert. „Banelegions“,  so der Name der Linie, unterteilt sich in „Banelords“ und „Banebeasts“ und beinhaltet ausdrucksstarke Charaktermodelle sowie Monster für nahezu alle Völker. Ich möchte mich hier auf Miniaturen beschränken, die sehr gut zu Tiermenschen passen und beginne mit „Brunchaath the Vile, Tain of the Gabrax“ was soviel heißen soll wie „Brunchaath, der Niederträchtige“. Er übernimmt in meiner Tiermenschen-Armee die Rolle eines Großhäuptlings mit Zweihandwaffe.

Brunchaath the Vile

Resin, das Ausgangsmaterial , ist eine Kunstharzverbindung. Resin läßt sehr feine Details zu, ist flexibel, von geringem Gewicht und relativ leicht zu bearbeiten. Man kann ggf. vorhandene Grate am besten mit der Klinge eines feinen Cutters entfernen, zum Kleben verwendet man handelsüblichen Sekundenkleber. Vorsicht ist geboten bei Waffenarmen, Hörnern und anderen feinen Teilen, diese können im Rohzustand leicht brechen und müssen in manchen Fällen gestiftet werden. Eine einfache Klebung ist nicht langlebig genug. Das Material kann normal mit Sprühfarben auf Acrylbasis grundiert werden, bei der Bemalung können Farben von Citadel  oder Vallejo genommen werden (andere Acrylfarben natürlich auch!). Nach dem Bemalen und Versiegeln bekommt Resin mehr Festigkeit, aber dennoch bleiben Miniaturen gegenüber denen aus Zinn weitaus empfindlicher. Auch ist Resin nur bedingt hitzebeständig, man sollte auf nicht zu hohe Umgebungstemperaturen achten.

Die auf diesem Produktbild dargestellte Version zeigt Brunchaath im Winterschema. Für meine Zwecke habe ich die Farben meiner Figur meinem Armeeschema angepasst:

Seitenansicht links

Halbprofil rechts

Rückansicht

Brunchaath in Aktion

„Portrait“

Im direkten Größenvergleich zeigt sich, daß das Modell perfekt zum HeroicScale des Games Workshop passt. Dazu das folgende Foto einer komplett ausgestatteten Bestigor-Einheit mit Kommandoabteilung, Armeestandartenträger, Großschamane und Brunchaath.

Komplettes Showcase-Regiment Bestigors

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Fazit:

Das Modell ist unbedingt empfehlenswert, der Detailreichtum und die Verarbeitung sind absolute Spitzenklasse, Maelstrom ist hier ein großer Wurf gelungen.

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Brunchaath kostet zur Zeit bei Radaddel  12,99 €.

Das nächste Modell aus dieser Reihe ist schon in Arbeit, hier ein kleiner Vorgeschmack:

Der nächste Schlag!